CcT - Carpet Coating Technology GmbH

Kurzbeschreibung der Erfindung

Selbstklebender aber rückstandsfrei wiederablösbarer Einwegteppich zur Verwendung im Messe- und Eventbereich. Die Auswahl des Klebstoffes und die Art der Aufbringung ist essentiell und Kern des Patents.Die Anfangshaftung beim Verlegen des Teppichs muss so hoch sein, dass eine genau Positionierung unter Vorspannung des Teppichs möglich ist. Ebenso wichtig ist es, dass die Klebkraft zum Untergrund durch das stetige Begehen/Druck nur leicht zunimmt, damit ein rückstandsfreies Entfernen möglich ist. Zusätzlich muss der Klebstoff lösemittelfrei und frei von Weichmachern und Ölen sein, die während der Nutzungsdauer austreten und so den Untergrund beschädigen können.

Hintergrund

Stand der Dinge, beim Verlegen von Einwegteppichen im Messe- und Eventbereich, ist die Verwendung von geeigneten Doppelklebebändern. Das Doppelklebeband wird zuerst mit der richtigen Seite am Boden fixiert und danach wird der Teppich mit dem Doppelklebeband auf dem Untergrund fixiert.

Zwei Fakten sprechen gegen diese Art der Verklebung:

1. Da beide Verklebungen (DKB mit Untergrund und DKB mit Teppich) im gleichen Temperaturfenster (10 – 30 °C) erfolgen ist es nicht möglich, dass die Verbindung DKB zu Teppich höher ist als die Verbindung DKB zu Untergrund. Damit ist eine rückstandsfreie Entfernung des Teppichs nahezu unmöglich. Dadurch entstehen beim Entfernen Rückstände vom DKB am Boden, die laut den meisten Verträgen entfernt werden müssen. Dieser sehr zeitaufwendige Schritt muss in die Kalkulation der Verlegekosten einfließen.

2. Durch die zwei Schritte bei der Verklebung DKB zu Untergrund und DKB zu Teppich muss um 30 – 50% mehr Arbeitszeit beim Verlegen kalkuliert werden.

Durch die beiden oben beschriebenen Kosteneinsparungen sehen wir eine positive Veränderung in der Art der Teppichverlegung im Messe- und Eventbereich.

Verlegeprozess bis dato:

• Aufkleben des Doppelklebebandes im richtigen Abstand und mit der richtigen Seite am Untergrund
• Positionieren des gesamten Teppichs
• Startverklebung des Teppichs durch Abziehen der Schutzfolie im Startbereich der Rolle
• Leichtes Dehnen des Teppichs
• Endverklebung am Endbereich der Rolle
• Abziehen der restlichen Schutzfolie vom Doppelklebeband und verpressen der gesamten Rollenlänge.

Verlegeprozess

Verlegeprozess bis dato:

• Aufkleben des Doppelklebebandes im richtigen Abstand und mit der richtigen Seite am Untergrund
• Positionieren des gesamten Teppichs
• Startverklebung des Teppichs durch Abziehen der Schutzfolie im Startbereich der Rolle
• Leichtes Dehnen des Teppichs
• Endverklebung am Endbereich der Rolle
• Abziehen der restlichen Schutzfolie vom Doppelklebeband und verpressen der gesamten Rollenlänge.

Verlegeprozess mit CcT:

• Positionieren des gesamten Teppichs
• Startverklebung des Teppichs durch Abziehen des reißfesten Abdeckbandes vom Teppich
• Leichtes Dehnen des Teppichs
• Endverklebung am Endbereich der Rolle
• Abziehen des restlichen Schutzstreifens und verpressen auf der gesamten Länge.

Da die Positionierung der Doppelklebestreifen sehr viel Zeit und Arbeit in Anspruch nimmt kann die Verwendung des CcT Patents eine Einsparung von 30 – 50 % in der Arbeitszeit beim Verlegen bringen.

Produktbeschreibung

Es handelt sich um einen Einwegteppich aus 100% PP mit verschiedenen Oberflächenstrukturen und einem eher leicht strukturierten Rücken. Wichtig ist, dass wir durch unseren Auftrag im Transferverfahren auch einen geschlossen Klebstofffilm bei geringer Auftragsschichtstärke erzeugen können. Durch die Anpassung der Klebstoffschichtstärke können wir, wenn gewünscht, die Klebkraft auf die verschiedenen Untergründe anpassen.

Darstellung des Verfahrens

Durch den leicht unebenen Rücken des Teppichs und unsere Auftragstechnik erhalten wir so eine sehr hohe mechanische Verankerung des Klebstoffes am Teppich. Wie man an der schematischen Darstellung auch sehen kann, ist durch den heißen Übertrag des Klebstoffes auf den Rücken des Teppichs ein tiefes Eindringen und Verankern gewährleistet. Es ist ebenfalls gewährleistet, dass sich die Oberfläche des Klebers an die Unebenheiten des Teppichrückens anpasst und somit eine kleinere Klebeoberfläche hin zum Untergrund als zum Teppich gegeben ist, was wiederum beim rückstandfreien Entfernen des Teppichs eine große Rolle spielt.
Erhöht man das Auftragsgewicht des Klebstoffes, so wird die Oberfläche der Klebeschicht ebener/glatter und es erhöht sich die Klebeoberfläche zum Untergrund und die Klebkraft zum Untergrund wird höher.

Herstellungsprozess

Der Herstellungsprozess der Klebstoffbeschichtung erfolgt in der Produktionsmaschine des Kunden und es bedarf keiner weiteren Zusatzmaschine. Der Produzent muss seine Maschine nicht adaptieren. Das gesamte System zum Auftragen des Klebers und des Abdeckbandes kann an die Maschine angebaut werden und ist eine selbständige Maschine mit Schnittstelle zur Hostanlage.

Die Beschichtung muss einen Schritt vor dem Konfektionieren und dem Aufwickeln erfolgen. Im besten Fall ist der Teppich von den vorgeschalteten Produktionsschritten noch warm.
Die Auftragsart ist ein Transferverfahren, bei dem der Klebstoff auf die Abdeckfolie aufgetragen wird und dann die beschichtete Abdeckfolie unter Temperatur und Druck auf die Unterseite des Teppichs gepresst und somit eine starke Verankerung des Klebers zum Teppich erzielt wird.
Um zu erreichen, dass die Adhäsion des Klebstoffes zum Teppich immer größer ist als die Adhäsion zum Untergrund, wird die beschichtete Folie auf zirka 50 – 60 °C vorgewärmt und der Teppich durch einen Kalander mit dieser stark verpresst.
Teilweise wird es notwendig sein, dass man die Presszeit mit einem Pressband etwas verlängert und den bereits aufgetragenen Klebstoff ebenfalls vor dem Verpressen leicht erwärmt, um das Fließverhalten des Klebers in die Teppichfaser zu begünstigen.

Schematische Darstellung des Verfahrens in einem Produktionsabschnitt:

Darstellung des Verfahrens in einem Produktionsabschnitt

Materialien und Eigenschaften:

Teppich:
Der Teppich besteht in der Regel aus Polyamid- und/oder Polypropylenfasern. Polyamidfasern sind mechanisch belastbarer und damit langlebiger. Sie kommen deshalb vor allem in Belägen für stark frequentierte Bereiche zum Einsatz. Nadelfilz-Bodenbeläge sind textile Bodenbeläge, die aus einem ausschließlich mechanisch durch Nadeln verfestigten Faservlies bestehen. Die Rohware wird in einer Voll- oder Tauchbadimprägnierung mit einem Syntheselatex getränkt und anschließend in einem ca. 100 m langen Trockenkanal getrocknet. Mit dieser adhäsiven Verfestigung wird die dauerhafte Einbindung der Fasern sichergestellt. Erst dieser Arbeitsschritt macht die Nadelfilz-Rohware zum fertigen Nadelvlies-Bodenbelag, bei dem die Fasern sowohl mechanisch wie auch adhäsiv verfestigt sind. Der fertige Nadelvlies-Bodenbelag wird auf eine Länge von ca. 25 bis 50 m konfektioniert, aufgerollt und verpackt.

Klebstoff:
Der Klebstoff ist ein hochviskoser Haftschmelzkleber (30.000 – 40.000 mPas) mit geringem Anteil an Weichmachern und Ölen. Der Klebstoff muss eine sehr hohe Kohäsion besitzen, damit sich beim Ablösen der Klebstoff in einem Stück vom Untergrund löst und nicht in sich bricht. Zusätzlich muss der Kleber eine hohe Klebkraft im kalten Zustand besitzen, damit er beim Verlegen seine Position behält. Andererseits darf der Klebstoff seine Klebkraft in der Zeit seiner Nutzung nur um maximal 40 – 50% erhöhen, damit sich beim Entfernen der Klebstoff mit dem Teppich rückstandsfrei vom Untergrund entfernen lässt. Damit die Eigenschaften der Verklebung durch externe Einflüsse wie Temperatur nicht extrem beeinflusst werden, muss der Erweichungspunkt des Klebstoffes über 90 °C liegen. Ein guter Anfangstack sollte auch bei Temperaturen um die 5 – 10°C möglich sein, damit die Teppiche auch bei kälteren Bedingungen verlegt werden können.

Abdeckfolie:
Die Abdeckfolie sollte eine gute Verbindung mit dem Klebstoff eingehen, damit sich diese beim Verlegen nicht selbstständig löst. Beim Abziehen der Folie darf die benötige Kraft ein gewohntes Maß aber nicht überschreiten. Die Folie sollte sich um 3 – 5 % in seiner Länge dehnen lassen, um das Verlegen des Teppichs mit leichter Vorspannung möglich zu machen. Leichtes Abreisen der Folie sollte nicht möglich sein, damit ein Abziehen vom Teppich im verlegten Zustand möglich ist.

Impressum

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